Themen dieses Leitfadens
Sondermaschinenbau und Produktentwicklung
Im Sondermaschinenbau entstehen Anlagen für Produktionsaufgaben, die sich mit Standardmaschinen nicht ausreichend lösen lassen. Quick Design Makina mit Sitz in Istanbul arbeitet an der Entwicklung von Sondermaschinen, neuen Geräten und Produkten, Prototypen und industriellen Automatisierungslösungen. Ausgangspunkt können ein Prozessvideo, eine Produktidee, eine vorhandene Maschine oder fertige Zeichnungen sein. Dieser Leitfaden hilft Ihnen, einen geeigneten Ansatz zu wählen und den erforderlichen Umfang von Entwicklung, Fertigung, Prüfung und Lieferung festzulegen.
Ein Hersteller möchte einen bisher manuell ausgeführten Arbeitsschritt automatisieren. Ein Produktentwickler will aus einer Skizze ein kompaktes Gerät entwickeln lassen. Ein Konstruktionsteam verfügt bereits über Zeichnungen und sucht einen Partner, der Fertigung, Montage und Versuche koordiniert. Alle drei möchten etwas herstellen lassen, benötigen aber unterschiedliche Einstiegspunkte.
Dieser Leitfaden erläutert, wie Sie geeignete Maschinen beschaffen, eine Sondermaschine beauftragen, ein neues mechanisches oder elektromechanisches Produkt entwickeln und einen Prototypen in eine wiederholbare Fertigung überführen können. Er behandelt kompakte Geräte, Laborgeräte, Lebensmittelmaschinen, Roboterautomation und verkettete Produktionssysteme. Außerdem zeigt er, welche Punkte internationale Auftraggeber bei der Zusammenarbeit mit einem Entwicklungs- und Fertigungspartner in der Türkei klären sollten.
Bei Quick Design Makina entwickeln wir die Mechanik passend zur Anwendung und können den vereinbarten Prototypen- oder Maschinenbau koordinieren. Ein Projekt kann elektrische Bewegungssysteme, pneumatische oder hydraulische Mechanismen, Roboter, Vorrichtungen, Fördertechnik und Steuerungen verbinden. Der Leistungsumfang ergibt sich aus den erforderlichen Funktionen, der Fertigungsorganisation und der Aufteilung fachlicher Aufgaben.
Sie können mit einem Video des Arbeitsablaufs, einer Produktbeschreibung, einer Skizze, einem vorhandenen Prototypen oder einem vollständigen Zeichnungssatz beginnen. Zunächst ist zu klären, welche offenen Fragen vor dem Fertigungsbeginn beantwortet werden müssen.
Für wen dieser Leitfaden gedacht ist
- Hersteller, die manuelle Arbeitsschritte automatisieren oder bestehende Maschinen verbessern möchten.
- Produktverantwortliche, die einen Funktionsprototypen für ein neues Gerät oder Produkt entwickeln lassen möchten.
- Konstruktionsteams mit fertigen Zeichnungen, die Bauteile, Baugruppen oder Maschinen fertigen lassen möchten.
- Internationale Unternehmen, die einen Fertigungs- oder technischen Kooperationspartner in der Türkei suchen.
Direkt zu den Themen
Ausgangspunkt und Anforderungen | Geräte und Bewegungssysteme
Roboterautomation und Produktion | Prototypen, Fertigung und Kosten
Partnerwahl und Fertigung in der Türkei | Prüfung, Lieferung und Projektanfragen
Internationale Zusammenarbeit | Häufig gestellte Fragen
KAPITEL 01Den richtigen Ausgangspunkt wählen
Klären Sie vor der Suche nach einem Sondermaschinenbauer oder einem Unternehmen für Produktentwicklung, was bereits feststeht. Sind Produkt und Prozess bekannt und fehlt nur die passende Anlage? Ist das Wirkprinzip noch unklar? Sind die Zeichnungen vollständig und für die Fertigung vorbereitet?
Eine vorhandene Standardmaschine kaufen
Standardmaschinen sollten berücksichtigt werden, wenn eine verfügbare Anlage den Prozess mit Ihrem tatsächlichen Produkt, der vorhandenen Versorgung und unter den vorgesehenen Betriebsbedingungen ausführen kann. Vergleichen Sie Arbeitsbereich, Umrüsten, Reinigungszugang, Beschickung und Schnittstellen zu nachfolgenden Anlagen. Fordern Sie Versuche mit repräsentativen Mustern an, wenn diese für die Kaufentscheidung relevant sind.
Eine veröffentlichte Leistungsangabe belegt für sich allein noch keine Eignung. Eine Abfüllmaschine muss beispielsweise sowohl die Eigenschaften der Flüssigkeit und des Behälters als auch das gewünschte Füllvolumen berücksichtigen. Produktwechsel und Reinigung beeinflussen ebenfalls die tatsächlich erreichbare Ausbringung pro Schicht.
Eine Sondermaschine entwickeln und fertigen lassen
Sondermaschinenbau kommt infrage, wenn verfügbare Anlagen das Produkt, die Prozessfolge, die erforderlichen Bewegungen oder den Aufstellraum nicht abdecken. Eine anwendungsspezifische Maschine kann Zuführen, Positionieren, Abfüllen, Pressen, Schneiden, Montieren und Prüfen miteinander kombinieren.
Auch der Umbau oder die Erweiterung einer bestehenden Maschine ist möglich. Ein neues Zuführmodul, eine Vorrichtung oder eine Übergabestation kann eine festgestellte Einschränkung unter Umständen beheben. Vor dieser Entscheidung müssen Zustand und Schnittstellen der vorhandenen Anlage geprüft werden. Unsere Leistungen für Maschinenkonstruktion und Sondermaschinenentwicklung berücksichtigen diese Ausgangspunkte.
Ein neues Produkt entwickeln oder nach Zeichnung fertigen
Bei einem neuen Gerät müssen Funktionen, Mechanismen, Nutzer und Fertigungsansatz festgelegt werden. Ein Projekt zur Fertigung nach Zeichnung beginnt mit bereitgestellten Konstruktionsunterlagen und konzentriert sich auf die Fertigungsprüfung, Beschaffung, Montage und Kontrolle. Sind wesentliche Maße oder Schnittstellen noch offen, sollte die konstruktive Vorbereitung vor einem verbindlichen Fertigungsangebot berücksichtigt werden.
Tabelle 1: Ausgangspunkte eines Projekts vergleichen
| Ansatz | Geeigneter Ausgangspunkt | Vor der Beauftragung prüfen |
|---|---|---|
| Standardmaschine | Eine verfügbare Konfiguration scheint die Aufgabe abzudecken. | Versuche mit dem tatsächlichen Produkt, Umrüsten, Reinigung und Linienschnittstellen. |
| Umbau einer bestehenden Maschine | Eine konkrete Einschränkung einer vorhandenen Anlage ist bekannt. | Maschinenzustand, Schnittstellen und Auswirkungen des Umbaus. |
| Sondermaschine | Prozess, Produkt oder Aufstellraum erfordern ein anwendungsspezifisches System. | Erforderliche Funktionen, Konzept, Fertigungsumfang und Abnahmebedingungen. |
| Neuer Geräteprototyp | Ein neuer Mechanismus oder eine Produktfunktion soll praktisch untersucht werden. | Versuchsfrage und die im ersten Aufbau enthaltenen Funktionen. |
| Fertigung nach Zeichnung | Modelle und Zeichnungen liegen zur Fertigungsprüfung vor. | Werkstoffe, Toleranzen, Schnittstellen, Montageangaben und Prüfanforderungen. |
Wählen Sie den Ansatz nach Prüfung des tatsächlichen Bedarfs und der verfügbaren Anlagen.
KAPITEL 02Das erwartete Ergebnis vor der Bauteilauswahl festlegen
Eine brauchbare Aufgabenbeschreibung formuliert das Ergebnis so, dass Auftraggeber und Entwicklungspartner es gemeinsam prüfen können. Beschreiben Sie Produkt oder Werkstoff, den bisherigen Ablauf, das gewünschte Ergebnis, die vorgesehenen Nutzer und die Betriebsbedingungen. Ergänzen Sie repräsentative Muster, Fotos oder Videos, wenn sich Einzelheiten damit verständlicher darstellen lassen.
Definieren Sie bei Maschinen das Produktionsziel zusammen mit der verfügbaren Arbeitszeit, den Produktvarianten, der Beschickung und den Qualitätsanforderungen. Nennen Sie Aufstellfläche, Zugangswege und Schnittstellen zu vor- und nachgelagerten Anlagen. Stromversorgung, Druckluft und weitere Medien beeinflussen die möglichen Lösungen.
Erläutern Sie bei einem Gerät den Verwendungszweck, die Hauptfunktionen, ungefähre Abmessungen und die erwartete Nutzungshäufigkeit. Benennen Sie die Funktion mit der größten Unsicherheit. Das kann ein Dichtmechanismus, eine Dosieranordnung, eine bewegliche Baugruppe oder das Zusammenspiel von Sensor und Probe sein.
Als Beispiel dient eine Anfrage zur Abfüllung: Zunächst wird lediglich eine automatische Flüssigkeitsabfüllmaschine gesucht. Eine aussagekräftige Beschreibung ergänzt Flüssigkeitseigenschaften, Behälterzeichnungen, Dosierbereich, erforderliche Ausbringung, Produktwechsel und Reinigung. Sie legt auch fest, was bei der Abnahme gemessen wird. Unsere Konfigurationen für Flüssigkeitsabfüllmaschinen bieten einen Einstieg in die Besprechung einer solchen Anwendung.
Trennen Sie bestätigte Anforderungen von Wünschen und offenen Fragen. So kann der Entwicklungspartner Konzepte vergleichen, ohne aufwendige Merkmale auf ungeprüfte Annahmen zu stützen. Halten Sie vereinbarte Änderungen im Projektverlauf fest, damit Konstruktion, Angebot und Abnahmeplan dasselbe System beschreiben.
Tabelle 2: Eine Anfrage für eine Abfüllmaschine präzisieren
| Angabe | Beispielhafte Beschreibung | Einfluss auf die Entwicklung |
|---|---|---|
| Produkt | Eine Flüssigkeit kann schäumen oder ihr Verhalten mit der Temperatur verändern. | Dosierverfahren, Versuche, Produkthandhabung und Reinigung. |
| Behälter | Mehrere Flaschenformen oder Öffnungsgrößen. | Führungen, Vorrichtungen, Düsenzugang und Umrüsten. |
| Ausbringung | Eine Zielmenge innerhalb einer definierten Arbeitszeit. | Takt, Anzahl der Bearbeitungsschritte und Beschickung. |
| Reinigung | Kontaktteile müssen für ein festgelegtes Reinigungsverfahren zugänglich sein. | Demontage, Oberflächen, Dichtungen und Zugänglichkeit. |
| Abnahme | Prüfung mit vereinbarten Mustern und einem definierten Messverfahren. | Ein Ergebnis, das beide Parteien unter denselben Bedingungen bewerten können. |
Die Tabelle zeigt eine beispielhafte Anfragestruktur und keine Spezifikation einer ausgelieferten QDM-Maschine.
Angaben zum Aufstellort für die technische Aufgabenbeschreibung
| Angabe zum Aufstellort | Benötigte Informationen | Bedeutung |
|---|---|---|
| Stromversorgung | Verfügbare Spannung, Frequenz und Phasenanzahl. | Elektrokonstruktion und Komponentenverträglichkeit. |
| Druckluft | Verfügbarer Druck, Volumenstrom und Luftaufbereitung. | Pneumatische Funktionen und Medienversorgung. |
| Aufstellbereich | Platz, Zugangswege und Betriebsumgebung. | Anlagenlayout, Transportzugang und Wartungsfreiraum. |
| Benachbarte Anlagen | Übergabehöhen, Produktorientierung und Anschlusspunkte. | Mechanische Übergabe und Stationsschnittstellen. |
| Vorhandene Steuerung | SPS-Angaben, Kommunikationsschnittstellen und vorhandene Zeichnungen. | Integrationsumfang und fachliche Verantwortlichkeiten. |
Teilen Sie die verfügbaren Informationen mit. Unbekannte Werte lassen sich bei der technischen Klärung ermitteln; die Liste ist keine feste Maschinenspezifikation.
Beispiel einer technischen Zeichnung mit QDM-Schriftfeld
Das Beispiel zeigt bemaßte Ansichten und Bohrungsangaben einer Vorrichtungsgrundplatte im QDM-Dokumentenlayout. Die Teilenummer QDM-EX-001-001 erscheint auch in der beispielhaften Stückliste im Abschnitt zur Fertigung.
Projektphasen vom ersten Gespräch bis zur Lieferung
Der Ausgangspunkt bestimmt, welche Phasen ein Projekt benötigt. Die Fertigung nach vollständigen Zeichnungen unterscheidet sich von der Entwicklung eines neuen Mechanismus. Die folgende Tabelle hilft, den Umfang und die zu prüfenden Ergebnisse jeder Phase zu besprechen.
| Phase | Information oder Entscheidung des Auftraggebers | Zu prüfendes Ergebnis |
|---|---|---|
| Anforderungen und Umfang | Produkt, bisheriger Ablauf, Zielausbringung, Platz und offene Fragen. | Anforderungen, Leistungsgrenzen und Angebotsumfang. |
| Konzept und frühe Versuche | Kritische Unsicherheiten, Muster und vorrangige Ziele. | Konzeptvergleich und gegebenenfalls Versuchsergebnisse. |
| Konstruktionsprüfung | Layout, Schnittstellen und abzustimmende Konstruktionsentscheidungen. | Je nach Umfang: 3D-Modell, Zeichnungen, Stückliste und Änderungsstand. |
| Beschaffung und Fertigung | Rechtzeitige Entscheidungen über fertigungsrelevante Informationen und Änderungen. | Fertigungsteile, Zukaufkomponenten und Fertigungskontrollen. |
| Montage und Prüfung | Repräsentative Produkte, Muster und zuvor definierte Abnahmekriterien. | Betriebsversuche, Prüfergebnisse und erforderliche Korrekturen. |
| Abnahme und Versand | Bewertung der Ergebnisse, Lieferbedingungen und Bestimmungsort. | Abnahmeprotokoll, vereinbarte Unterlagen und Versandplan. |
Montage, Inbetriebnahme, Schulung oder Unterstützung am endgültigen Einsatzort werden bei Bedarf gesondert geplant. Das Angebot legt Leistungen, Prüfpunkte und Verantwortlichkeiten jeder Phase fest.
KAPITEL 03Kompakte Geräte und große Maschinen für ihre tatsächliche Nutzung entwickeln
Die äußere Größe sagt wenig über die konstruktive Schwierigkeit aus. Ein kompaktes Dosiergerät kann zahlreiche zusammenwirkende Mechanismen auf engem Raum enthalten. Bei einer großen Maschine stehen möglicherweise Rahmenkonstruktion, Materialfluss, Zugänglichkeit und Aufstellplanung im Vordergrund. Beide erfordern Entscheidungen zu Fertigung, Montage, Steuerung und Prüfung.
Die Entwicklung kleiner Geräte kann Dosiersysteme, Mechanismen zur Probenhandhabung, Baugruppen für Analysegeräte, Laboreinrichtungen und motorisierte Produkte umfassen. Bei begrenztem Bauraum müssen Kabelführung, Lager, Dichtungen, Verbindungselemente, Wärme, Montagezugang und Bauteiltausch früh berücksichtigt werden. Auch eine kompakte Konstruktion benötigt Platz für reale Komponenten und Wartungsarbeiten.
Größere Maschinen können Förderanlagen, Montagestationen, Lebensmittelmaschinen, Verpackungsmodule und integrierte Produktionslinien umfassen. Produktfluss, Tragstruktur, Bedienerzugang und das Zusammenspiel der Stationen werden hier zu zentralen Konstruktionsfragen. Die Anlagenplanung muss praktikable Zugänge zum Beschicken, Reinigen, Einstellen und Ausbauen von Komponenten vorsehen.
Bei einem Analysegerät ist außerdem zwischen mechanischer Entwicklung und Messmethode zu unterscheiden. Probenpositionierung, Bewegung und Gehäuse können in Abstimmung mit dem analytischen Fachwissen des Auftraggebers entwickelt werden. Die Messleistung erfordert eigene, vereinbarte Verifikationsarbeiten.
Wir können ein kompaktes Gerät oder eine größere Maschine innerhalb desselben Projektansatzes besprechen. Unsere Geräte- und Produktentwicklung verbindet Anforderungen und mechanische Konstruktion mit Prototypenbau und Fertigungsvorbereitung. Der vereinbarte Umfang kann eine einzelne Entwicklungsphase oder auch die anschließende Fertigung abdecken.

KAPITEL 04Bewegungssysteme nach Last und Arbeitszyklus auswählen
Lineare Bewegungssysteme verbinden Führung, Antrieb, Tragstruktur und Steuerung. Die Führung gibt die Bewegungsrichtung vor und nimmt die relevanten Kräfte und Momente auf. Der Antrieb erzeugt Bewegung und Vorschubkraft. Eine Schiene mit Führungswagen allein bildet noch keine vollständige Positionierachse.
Kugelgewindetriebe, Zahnriemenantriebe und Zahnstangen-Ritzel-Antriebe können eine Motordrehung in lineare Bewegung umsetzen. Zur Auswahl werden Verfahrweg, Last, Geschwindigkeit, Beschleunigung, Einschaltdauer, Positionieranforderungen und Einbaubedingungen benötigt. Lagerung, Schmierung, Schutz vor Verschmutzung und Wartungszugang beeinflussen die gesamte Baugruppe ebenfalls.
Tabelle 3: Linearführung und Antriebsvarianten unterscheiden
| Element | Aufgabe in der Achse | Erforderliche Auswahlgrundlagen |
|---|---|---|
| Linearführung mit Führungswagen | Führung sowie Aufnahme der relevanten Kräfte und Momente. | Lastrichtungen, Momente, Befestigung, Umgebung und geforderte Lebensdauer. |
| Kugelgewindetrieb | Umsetzung einer Drehbewegung in lineare Bewegung und Vorschubkraft. | Verfahrweg, Axiallast, Drehzahl, Lagerung, Schmierung und Positionieranforderungen. |
| Zahnriemenantrieb | Übertragung der Bewegung auf einen Schlitten über Riemen und Riemenscheiben. | Verfahrweg, dynamische Last, Spannung, Steifigkeit und Positionieranforderungen. |
| Zahnstange und Ritzel | Kraftübertragung über ein rotierendes Ritzel und eine lineare Zahnstange. | Verfahrweg, Belastung, Befestigung, Ausrichtung, Spiel und Schmierung. |
Führung und Kraftübertragung werden gemeinsam ausgewählt. Die Bauart eines einzelnen Bauteils belegt noch nicht die Leistungsfähigkeit der vollständigen Achse.
Eine kurze Positionierbewegung mit einem definierten Pressvorgang kann eine andere Anordnung erfordern als eine lange Transferachse. Ein Portal mit außermittig angebrachtem Werkzeug muss auch die dadurch entstehenden Momente aufnehmen. Die Motorauswahl sollte auf dem vollständigen mechanischen Bedarf einschließlich Beschleunigung und Übertragungsverhalten beruhen.
Servomotoren, Schrittmotoren, Getriebe und Rückführsysteme lassen sich im Rahmen des Steuerungskonzepts bewerten. Wiederholgenauigkeit, Einschwingzeit und Fehlererkennung müssen für die Anwendung definiert werden und dürfen nicht allein aus einer Bauteilbezeichnung abgeleitet werden. Genauigkeit und Wiederholgenauigkeit beschreiben unterschiedliche Leistungsmerkmale und sollten entsprechend spezifiziert werden.
Bei Sonderaktuatoren, Drehmechanismen und Mehrachsbaugruppen sind die Abtriebsschnittstellen ebenso wichtig wie der Antrieb. Montageflächen, Wellenverbindungen, Lagerung und Lasten aus der Kundenanlage müssen gemeinsam betrachtet werden. Ziel ist eine Achse oder ein Mechanismus für die tatsächlichen Betriebsbedingungen.
KAPITEL 05Pneumatik, Hydraulik und elektrische Antriebe bedarfsgerecht kombinieren
Viele Maschinen verwenden mehrere Antriebstechnologien. Pneumatikzylinder können Spannvorrichtungen oder Klappen betätigen, während elektrische Achsen das Produkt positionieren. Für hohe Kraftanforderungen kann ein Hydrauliksystem infrage kommen. Maßgeblich sind die Aufgabe, die vorhandene Versorgung, die gewünschten Regelmöglichkeiten und die Wartungsbedingungen.
Tabelle 4: Antriebstechnologien nach ihrer Aufgabe vergleichen
| Technologie | Beispielhafte Funktionen | Zu klärende Fragen |
|---|---|---|
| Pneumatik | Spannen, Stoppen, Greifen und Transfer zwischen Endlagen. | Druckluftversorgung, Last, Hub, Geschwindigkeitsregelung, Sensorik und Luftaufbereitung. |
| Hydraulik | Pressen, Heben oder andere geeignete Kraftanwendungen. | Kraft und Bewegung, Druck und Volumenstrom, Temperatur, Fluidmanagement und Wartung. |
| Elektrische Antriebe | Programmierbare Positionierung, Geschwindigkeitsprofile und koordinierte Achsen. | Bewegungsanforderungen, Übertragung, Antrieb, Rückführung und Steuerungsintegration. |
Eine Maschine kann mehrere Technologien kombinieren. Vergleichen Sie den vollständigen Arbeitszyklus und die gesamte Installation.
Pneumatische Systeme können greifen, stoppen, heben, spannen und zwischen Positionen transportieren. Ihre Auslegung berücksichtigt Last, Bewegung, Betriebsdruck, Geschwindigkeitsregelung, Sensorik und Druckluftaufbereitung. Endlagenbewegungen und geregelte Positionierbewegungen stellen unterschiedliche Anforderungen; die Systemarchitektur muss dazu passen.
Hydraulische Mechanismen erfordern eine abgestimmte Betrachtung von Zylinder oder Aktuator, Druck und Volumenstrom, Aggregat, Ventilen, Filtration und Wärme. Schläuche und Verschraubungen müssen sinnvoll geführt und geschützt werden. Wartungszugang, Auffangen möglicher Flüssigkeitsaustritte und Umgebungsbedingungen gehören bereits in die erste Anlagenplanung.
Elektrische Antriebe können sich für programmierbare Verfahrwege, Geschwindigkeitsprofile oder koordinierte Achsen eignen. Sie benötigen dennoch eine passende mechanische Übertragung, gegebenenfalls Rückführung und eine geeignete Steuerungsintegration. Bewerten Sie Alternativen anhand der gesamten Installation und des tatsächlichen Betriebszyklus.
In einer beispielhaften Montagestation könnte eine pneumatische Spannung das Werkstück halten, während eine motorisierte Achse eine geregelte Bewegung ausführt. Die Vorrichtung bestimmt die Werkstücklage, Sensoren bestätigen relevante Zustände und die Steuerung koordiniert die Reihenfolge. Die Entwicklungsarbeit besteht darin, diese Funktionen zuverlässig aufeinander abzustimmen.
KAPITEL 06Roboterautomation für den gesamten Arbeitsablauf planen
Zu einem Roboterprojekt gehören die Teilezuführung, das Positionieren und Halten, das eingesetzte Werkzeug und der Umgang mit Störungen. Reichweite und Traglast des Roboters sind nur ein Teil der Bewertung. Greifer, Vorrichtung, Leitungen und Werkstückorientierung beeinflussen den nutzbaren Arbeitsraum ebenfalls.
Anwendungen reichen von Pick-and-Place und Maschinenbeschickung über Handhabung und Montage bis zum Transfer zwischen Prozessen. Je nach Aufgabe kommen Knickarmroboter, kartesische Portale oder spezielle Bewegungsmechanismen infrage. Die Auswahl sollte Produktvielfalt, Zugänglichkeit, Bewegungsablauf, Taktzeit und künftige Umrüstanforderungen berücksichtigen.
Betrachten wir eine beispielhafte Montage mit mehreren Produktvarianten. Ein umsetzbares Konzept benötigt eine geeignete Bereitstellung aller Komponenten, eine Positioniervorrichtung, passende Greiftechnik und eine Bestätigung des erfolgreichen Montageschritts. Werkzeugwechsel oder austauschbare Vorrichtungen können erforderlich sein. Die Wiederaufnahme des Betriebs nach leerer Zuführung oder falsch eingelegtem Werkstück muss zusammen mit dem Normalablauf geplant werden.
Schutzeinrichtungen, Zugänge und Sicherheitsfunktionen sind für die vollständige Anwendung zu bewerten. Die Bezeichnung als kollaborierender Roboter belegt nicht automatisch die Sicherheit von Werkzeug, Werkstück oder umgebendem Prozess. Geplante Interaktionen mit Bedienpersonen müssen Teil der Systembewertung sein.
Unsere Leistungen für Automation und Produktionssysteme können eine einzelne Station, ein Maschinenmodul oder ein umfassenderes integriertes System abdecken. Mechanik, Roboterprogrammierung, Elektrokonstruktion sowie SPS- und HMI-Umsetzung werden im vereinbarten Projektumfang zugeordnet.

KAPITEL 07Montagestationen und Produktionslinien am Produktfluss ausrichten
Die Planung einer Produktionslinie beginnt mit der Arbeitsfolge und den Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Schritten. Auch eine schnelle Station kann warten müssen, wenn Zuführung, Beladung, Prüfung oder Abtransport nicht mithalten. Prüfen Sie den gesamten Ablauf einschließlich geplanter Stillstände und manueller Tätigkeiten, bevor Sie die Anordnung festlegen.
Montageautomation kann Rundtakten, linearen Transfer, Einpressen, Schrauben, Dosieren, Fügen und Prüfen umfassen. Bei halbautomatischen Stationen kann die Bedienperson weiterhin beladen, während der eigentliche Prozessschritt automatisiert ist. Ein vollautomatisches Konzept benötigt über die gesamte Arbeitsfolge hinweg eine zuverlässige Bereitstellung und Handhabung aller Komponenten.
Förderanlagen verbinden Stationen und erfordern dennoch anwendungsspezifische Entscheidungen. Produktstabilität, Pufferung, Übergabespalte, Orientierung, Zugänglichkeit und Umgebung beeinflussen ihre Auslegung. Band-, Ketten- und modulare Fördersysteme erfüllen unterschiedliche Transportaufgaben. Unsere Fördersysteme bieten Anhaltspunkte für die Übergabe zwischen Arbeitsschritten.
Eine sinnvolle Linienprüfung betrachtet Produktwechsel, Materialnachschub, den Stillstand einer nachgelagerten Station und das Ausschleusen fehlerhafter Produkte. Sie klärt außerdem, wo Bedienpersonen Zugang benötigen. Daraus ergeben sich Puffer, Schnittstellen und die zwischen Stationen auszutauschenden Informationen.
Eine Erweiterung lässt sich stufenweise planen. Die erste Station kann das wesentliche Prozessproblem lösen und zugleich definierte Schnittstellen für spätere Zuführ-, Prüf- oder Verpackungsmodule vorsehen. Das Angebot sollte festhalten, welche Erweiterungsvorbereitungen bereits im ersten Aufbau enthalten sind.
KAPITEL 08Lebensmittelmaschinen und Laborgeräte für ihre Einsatzumgebung entwickeln
Geräte und Maschinen für Lebensmittel können Aufbereiten, Dosieren, Mischen, Abfüllen, Handhaben, Schneiden und Verpacken übernehmen. Das Produktverhalten beeinflusst die Mechanik; das Reinigungsverfahren bestimmt Oberflächen, Verbindungen, Zugänglichkeit und Demontage. Die Werkstoffeignung muss für die tatsächlichen Kontaktbedingungen und Reinigungsmittel bewertet werden.
Bei der beispielhaften Handhabung klebriger Lebensmittel genügt ein erfolgreicher Bewegungsablauf allein nicht. Ablösen des Produkts, Rückstände, Temperaturänderungen und Reinigungszeiten der Kontaktteile können das praktische Ergebnis verändern. Repräsentative Materialversuche sind hilfreich, wenn diese Eigenschaften noch unklar sind.

Hygienegerechte Konstruktion betrifft die gesamte Anlagenanordnung und geht über die Wahl von Edelstahl hinaus. Die European Hygienic Engineering & Design Group (EHEDG) veröffentlicht Leitlinien zur hygienegerechten Gestaltung von Lebensmittelanlagen, unter anderem zu Reinigbarkeit und Produktionsumgebung. Die relevanten Konstruktions- und Nachweisanforderungen sind für die jeweilige Anwendung festzulegen.
Bei Labor- und Analysegeräten stellen sich weitere Fragen. Gefäßgröße, Probenhalterung, Bewegung, Schwingungen, Beladezugang und Reinigung beeinflussen das mechanische Konzept. Unterstützt das Gerät eine analytische Methode, muss vereinbart werden, welche Messfunktionen der Auftraggeber oder ein Fachpartner festlegt und verifiziert.
QDM kann anwendungsspezifische Mechanismen und Geräte für diese Bereiche entwickeln und erforderliche Fachbeiträge einplanen. Verwendungszweck und Abnahmeziel bestimmen die Arbeit. Ein Forschungsprototyp, ein produktionsunterstützendes Gerät und ein für den Verkauf vorgesehenes Produkt können unterschiedliche Entwicklungs- und Verifikationspläne benötigen.
KAPITEL 09Mit Prototypen konkrete Entwicklungsfragen beantworten
Die Prototypenentwicklung beginnt mit der Frage, die beantwortet werden soll. Ein Anschauungsmodell hilft bei der Bewertung von Größe, Handhabung und Gestaltung. Ein Mechanikprototyp untersucht eine kritische Bewegung. Ein Funktionsprototyp verbindet die Merkmale, die zur Bewertung des vorgesehenen Betriebs erforderlich sind. Ein Vorserienaufbau prüft die Konstruktion unter den geplanten Fertigungsbedingungen.
Diese Ansätze können nacheinander oder in geeigneter Kombination eingesetzt werden. Für ein neues Tischdosiergerät kann zunächst ein Versuchsaufbau zum Dosier- und Dichtmechanismus erforderlich sein. Das Gehäuse lässt sich anschließend anhand der Versuchsergebnisse entwickeln. Stehen Zugänglichkeit und Handhabung im Mittelpunkt, kann ein räumliches Modell früher sinnvoll sein.
Dokumentieren Sie die Versuchsbedingungen und die tatsächlich nachgewiesenen Funktionen. Ein erfolgreicher Kurzversuch unter einer einzelnen Bedingung belegt noch keine Lebensdauer für alle vorgesehenen Anwendungen. Die Auswertung sollte gezeigte Funktionen, erkannte Probleme und vorgeschlagene Änderungen für die nächste Phase benennen.
Berücksichtigen Sie die Montage bereits beim ersten Aufbau. Anpassungen, die den Prototypen zum Laufen bringen, können fehlende Toleranzen, ungünstige Zugänge oder zusätzliche Positioniermerkmale aufzeigen. Übernehmen Sie die Erkenntnisse in Zeichnungen und Stückliste, damit ein späterer Aufbau nicht vom Gedächtnis der Person abhängt, die das erste Exemplar montiert hat.
Unsere Leistungen für Prototypenbau und Fertigung können Einzelteile, Mechanismen, montierte Geräte und Kleinserien umfassen. Das Prototypenziel bestimmt den Fertigungs- und Versuchsumfang. Nach Auswertung der Ergebnisse kann die Vorbereitung einer wiederholbaren Fertigung folgen.
KAPITEL 10Fertigungsverfahren nach Konstruktion und Stückzahl auswählen
Für Prototypen und Kleinserien kommen Zerspanung, Blechbearbeitung, Schweißen, additive Fertigung und Zukaufkomponenten infrage. Jedes Verfahren ist anhand von Werkstoff, Geometrie, Toleranzen, Oberflächenzustand, Stückzahl und Montageanforderungen zu bewerten. Eine Maschine oder ein Gerät kann mehrere Verfahren kombinieren.
Mit CNC-Bearbeitung lassen sich Gehäuse, Wellen, Platten und weitere mechanische Teile aus geeignetem Halbzeug fertigen. Kritische Maße und Schnittstellen müssen in den Zeichnungen erkennbar sein. Werkzeugzugang, Werkstückspannung und Bearbeitungsfolge beeinflussen das Fertigungskonzept. Enge Toleranzen an jeder Oberfläche können zusätzlichen Aufwand verursachen, ohne die erforderliche Funktion zu verbessern.
Lasergeschnittene und gebogene Bleche eignen sich unter anderem für Gehäuse, Schutzabdeckungen, Halter und Tragteile. Biegezugang, Befestigung, Kantenbearbeitung und Montagereihenfolge sind bereits bei der Konstruktion zu berücksichtigen. Bei Schweißkonstruktionen müssen Passung vor dem Fügen, Verzug, zugängliche Schweißstellen und mögliche Nachbearbeitung betrachtet werden.
3D-Druck kann Formstudien, Vorrichtungen und ausgewählte Funktionsprototypen unterstützen, sofern Werkstoff und Verfahren geeignet sind. Beachten Sie Baurichtung, Oberfläche, Temperatur, Belastung und Versuchsziel. Eine erfolgreich gedruckte Probe belegt nicht automatisch das Verhalten einer später spritzgegossenen oder zerspanten Ausführung.
Mit steigender Stückzahl kann sich der geeignete Fertigungsweg ändern. Ein erstes Gehäuse kann zerspante oder aus Blech gefertigte Teile enthalten, während die Serienkonstruktion für andere Verfahren neu bewertet wird. Vergleichen Sie Werkzeugkosten, Entwicklungsaufwand, Stückkosten und erwartete Mengen vor einem solchen Übergang.
Fertigungs- und montagegerechte Konstruktion verbindet diese Entscheidungen. Prüfen Sie Teilezahl, Normkomponenten, Schraubzugänge, Einstellbarkeit und Austausch bereits während der Entwicklung. Auch der Fertigungspartner sollte unklare Zeichnungen oder schwer herstellbare Merkmale vor der Freigabe an die Werkstatt ansprechen.
Tabelle 5: Fertigungsverfahren für einen ersten Aufbau vergleichen
| Verfahren | Beispielteile | Entscheidungen vor der Fertigung |
|---|---|---|
| CNC-Bearbeitung | Wellen, Gehäuse, Platten und präzise Schnittstellen. | Werkstoff, kritische Merkmale, Toleranzen, Werkzeugzugang und Werkstückspannung. |
| Blechbearbeitung | Gehäuse, Schutzabdeckungen, Halter und Tragteile. | Blechdicke, Biegezugang, Verbindungen, Kanten und Montagereihenfolge. |
| Schweißfertigung | Rahmen und Tragstrukturen. | Passung vor dem Fügen, Verzug, Zugänglichkeit der Nähte und Nachbearbeitung. |
| 3D-Druck | Räumliche Modelle, Vorrichtungen und ausgewählte Prototypenbauteile. | Werkstoff, Baurichtung, Oberfläche, Lasten, Temperatur und Versuchsziel. |
Das geeignete Prototypenverfahren kann vom Verfahren für die spätere Wiederholfertigung abweichen.
Beispiel einer QDM-Stückliste
Die Stückliste derselben beispielhaften Vorrichtung führt Fertigungsteile und Zukaufkomponenten mit Teilenummern und Mengen zusammen. Die Grundplatte QDM-EX-001-001 stellt die Verbindung zur technischen Zeichnung her.
KAPITEL 11Entwicklungs- und Fertigungskosten getrennt betrachten
Ein Angebot für ein neues Produkt oder eine Sondermaschine kann unterschiedliche Kostenarten enthalten. Die Entwicklung umfasst beispielsweise Anforderungsklärung, Konzeptarbeit, mechanische Konstruktion und Fertigungsunterlagen. Die Herstellung umfasst Fertigungsteile, Zukaufkomponenten, Montage und vereinbarte Versuche. Werkzeuge, fachliche Integrationsleistungen und Lieferung können weitere Positionen bilden.
Ein erster Funktionsprototyp hat daher eine andere Kostenstruktur als ein Folgeexemplar aus einer stabilen Konstruktion. Entwicklungsarbeit ist erforderlich, bevor der erste Aufbau existiert. Auch spätere Exemplare hängen von der endgültigen Konstruktion, Beschaffungsmengen, Fertigungsverfahren und Prüfplanung ab.
Bei Maschinen können automatisierte Arbeitsgänge, Produktvielfalt, Leistungsanforderungen, Größe, Handhabung und Steuerungsumfang wesentliche Kostentreiber sein. Bei einem kompakten Gerät kann das Zusammenspiel eng angeordneter Mechanismen erheblichen Konstruktions- und Montageaufwand verursachen, obwohl die äußeren Abmessungen klein sind.
Auch die Lieferzeit setzt sich aus mehreren Phasen zusammen. Anforderungsklärung und Konstruktionsprüfungen gehen Beschaffung und Fertigung voraus. Komponentenverfügbarkeit, Lieferantenprozesse, Montage und Versuche beeinflussen den Zeitplan. Er sollte Kundenentscheidungen und Musterlieferungen benennen, von denen das Entwicklungsteam abhängt.
Prüfen Sie beim Angebotsvergleich, welche Leistungen der jeweilige Preis enthält. Achten Sie auf Anzahl und Zweck der Aufbauten, enthaltene Überarbeitungen, Versuchsbedingungen, Dokumentation und Liefervereinbarungen. Ein niedrigerer Preis bei unvollständigem Umfang kann wesentliche Arbeiten einem späteren Angebot überlassen. Unser Leitfaden zu Angebot und Lieferung ist zusammen mit dem konkreten Projektangebot zu lesen.
KAPITEL 12Den passenden Partner für den erforderlichen Leistungsumfang auswählen
Einschlägige Erfahrung ist aussagekräftiger als eine lange Maschinenliste. Lassen Sie sich von einem möglichen Maschinenbau- oder Produktentwicklungspartner ein vergleichbares Mechanik-, Prozess- oder Integrationsproblem erläutern. Klären Sie, was konstruiert und gefertigt wurde und welcher Entwicklungsstand erreicht wurde.
Klären Sie die Projektabwicklung. Ein Unternehmen kann die mechanische Entwicklung führen, während Fachpartner Fertigung, Steuerung oder Elektronik übernehmen. Der Auftraggeber benötigt einen benannten Koordinationsverantwortlichen und eine klare Aufgabenverteilung. Fragen Sie, wie Lieferantenrückfragen, Konstruktionsänderungen und Abnahmepunkte bearbeitet werden.
Internationale Projekte benötigen eine praktikable Kommunikation. Benennen Sie Personen mit Änderungsfreigabe, die erforderlichen Prüfunterlagen und die erwartete Berichterstattung. Nummerierte Zeichnungsstände und dokumentierte Entscheidungen verbinden die Fernabstimmung mit den tatsächlich gefertigten Teilen.
Bei QDM können mechanische Entwicklung und Projektkoordination mit aufgabengerecht ausgewählten Fertigungs- und Fachpartnern verbunden werden. Unsere Übersicht der Entwicklungsleistungen beschreibt die wesentlichen Bereiche. Projektergebnisse, fachliche Aufgaben und der Weg zur Lieferung werden anschließend für die konkrete Anforderung festgelegt.
KAPITEL 13Maschinenbeschaffung und Fertigung in der Türkei planen
Ein internationaler Auftraggeber, der einen Maschinenhersteller in der Türkei sucht, sollte mit derselben technischen Aufgabenbeschreibung beginnen wie bei jedem anderen Lieferanten. Der Standort gewinnt Bedeutung im Zusammenhang mit der tatsächlichen Fertigungs-, Kommunikations- und Lieferplanung. Vergleichen Sie das vollständige Projekt, statt einen Vorteil allein aus dem Land abzuleiten.
Klären Sie bei einem Entwicklungs- und Fertigungsprojekt in der Türkei, wo Konstruktion, Teilefertigung, Montage und Versuche stattfinden. Vereinbaren Sie, wie der Auftraggeber die Konstruktion prüft und relevante Tests begleitet. Onlinebesprechungen, Fortschrittsfotos und Testvideos unterstützen den Ablauf; Besuche oder Mustersendungen können bei Bedarf vorgesehen werden.
Besprechen Sie den Versand bereits während der Anlagenplanung. Abmessungen, Masse, Anschlagpunkte, Transportschutz und erforderliche Demontage beeinflussen die Übergabe. Klären Sie, wer Verpackung, Transport und Tätigkeiten am Bestimmungsort organisiert. Montage und Inbetriebnahme benötigen eigene praktische Vereinbarungen, sofern sie enthalten sind.
Auch Anforderungen des Zielmarkts gehören in die Projektklärung. Bestimmen Sie Verwendungszweck, erforderliche Unterlagen und fachliche Arbeiten zur Konformität oder Validierung. Das Angebot sollte enthaltene Arbeiten und Verantwortlichkeiten nennen. Allgemeine Fertigungsfähigkeit belegt nicht automatisch die Eignung für jeden Markt und jede Anwendung.
QDM mit Sitz in Istanbul ist offen für internationale Maschinen-, Geräte- und Fertigungsprojekte. Unsere Leitfäden zur Maschinenbeschaffung und Fertigung in der Türkei bieten ergänzende Informationen für Auftraggeber, die Anlagen vergleichen und eine Anfrage vorbereiten.
Projekte mit Standort in der Türkei vergleichen
Vergleichen Sie Kommunikation, Beschaffungsorganisation und Lieferung anhand derselben technischen Aufgabenstellung, wenn Sie einen Fertigungspartner in der Türkei bewerten. Die Besprechung der folgenden Punkte mit QDM macht die Abwicklung eines aus dem Ausland geführten Projekts konkreter.
| Vergleichsthema | Zu vereinbarende Informationen | Auswirkung auf das Projekt |
|---|---|---|
| Kommunikation und Freigaben | Arbeitssprache, Besprechungszeiten, Entscheidungsträger und Berichtsintervall. | Gemeinsame Dokumentation von Konstruktionsentscheidungen und Änderungen. |
| Beschaffungsorganisation | Aufgaben von QDM, Fertigungspartnern und weiteren Fachpartnern. | Angebotsumfang, Verantwortlichkeiten und Koordination. |
| Prüfung aus der Ferne | Zeichnungen, Fortschrittsfotos, Testvideos und gegebenenfalls Besuchsplanung. | Abgleich des aufgebauten Systems mit der geprüften Konstruktion. |
| Versand und Einsatzort | Verantwortung für Verpackung, Transport, Zollformalitäten, Entladung und Installation. | Vergleichbarer Lieferumfang und Vorbereitung am Bestimmungsort. |
CE-Kennzeichnung und Anforderungen des Zielmarkts
Bestimmungsland und Verwendungszweck bestimmen die anwendbaren Rechtsvorschriften und erforderlichen Unterlagen. Für Maschinen, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden und unter die einschlägigen Vorschriften fallen, gilt vor dem 20. Januar 2027 die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und ab diesem Datum die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230. Beim Übergang sind der Zeitpunkt des Inverkehrbringens und der Anwendungsbereich zu berücksichtigen.
Die Anforderungen an die CE-Kennzeichnung werden für das konkrete Produkt bewertet. Arbeiten zu erforderlicher Risikobeurteilung, technischen Unterlagen, Konformitätsbewertung und Erklärungen werden unter Berücksichtigung der gesetzlichen Pflichten beider Parteien im Angebot und Projektvertrag festgelegt. Ein Lieferort in der Türkei hebt zwingende Sicherheits- und Konformitätspflichten für das Produkt nicht auf.
Europäische Kommission – offizielle Informationen zum Maschinenrecht
KAPITEL 14Projektergebnisse und Entwicklungsstände prüfen
Die veröffentlichten QDM-Projektbeispiele zeigen, wie unterschiedliche Anforderungen zu unterschiedlichen Entwicklungsaufgaben führen. Jedes Beispiel nennt seinen Liefer- oder Entwicklungsstand.
Das Projekt einer Mehrdüsen-Abfüllanlage behandelte viskose Flüssigkeiten, kleine Dosiermengen und den Abfüllablauf. QDM entwickelte die Mechanik und koordinierte Beschaffung und Automation; Fertigung und Montage erfolgten unter Mitwirkung von Projektpartnern. Die Anlage wurde ausgeliefert.
Das Orbital-Shaker-Projekt wurde für viskose Flüssigkeiten in 1-L-Flaschen mit bis zu 30 Grad einstellbarer Flaschenneigung ausgeliefert. Die mechanische Entwicklung berücksichtigte Bewegung, Flaschenanordnung und Anwendungsanforderungen.
Die Entwicklung eines Sonderaktuators erreichte den Stand eines Funktionsprototypen. Sie veranschaulicht mechanische Entwicklung für Bewegung, Befestigung und Schnittstellen. Leistungsangaben und Serienreife erfordern eine anwendungsspezifische Verifikation.
Veröffentlichte Projektergebnisse auf einen Blick
| Projekt und Anforderung | QDM-Leistungsumfang | Erreichter Stand |
|---|---|---|
| Mehrdüsen-Abfüllanlage – viskose Flüssigkeiten und kleine Dosiermengen. | Mechanische Konstruktion sowie Koordination von Beschaffung und Automation. | Abfüllanlage ausgeliefert. |
| Orbital-Shaker – viskose Flüssigkeiten in 1-L-Flaschen. | Mechanische Entwicklung von Bewegung und Flaschenanordnung. | Ausgeliefert; Flaschenneigung bis 30 Grad einstellbar. |
| Sonderaktuator – anwendungsspezifische Bewegung und Schnittstellen. | Mechanische Entwicklung und koordinierter Prototypenbau. | Funktionsprototypen; anwendungsspezifische Verifikation weiterhin erforderlich. |
Projektpartner wirkten an Fertigung und Montage mit. Jeder genannte Stand beschreibt das betreffende Projekt und stellt keine allgemeine Leistungszusage dar.
Die Beispiele reichen von ausgelieferten Anlagen bis zu Prototypenmechanismen. Suchen Sie für Ihr Projekt nach einer vergleichbaren Entwicklungsaufgabe und dem nächsten benötigten Ergebnis. Katalogrenderings und Konzeptdarstellungen sind gemäß ihren Bildunterschriften zu verstehen und dürfen nicht als Fotografien ausgelieferter Maschinen aufgefasst werden.
KAPITEL 15Prüfung, Abnahme und Wiederholfertigung vorbereiten
Eine Abnahme beginnt mit der Festlegung, was geprüft wird. Bei Maschinen kann der Plan Betrieb mit repräsentativen Produkten, Ausbringung unter definierten Bedingungen, Qualität, Umrüsten und Schnittstellen zu weiteren Anlagen umfassen. Bei Prototypen richten sich die Prüfungen nach der Entwicklungsfrage und den vereinbarten Funktionen.
Halten Sie Bedingungen und Ergebnisse gemeinsam fest. Probeneigenschaften, Einstellungen, Laufzeit und Messverfahren bestimmen die Aussagekraft eines Tests. Vereinbaren Sie, wie Probleme dokumentiert und Überarbeitungen geprüft werden. Ist die Installation enthalten, unterscheiden Sie zwischen Werkstattprüfungen und Arbeiten, die den endgültigen Aufstellort erfordern.
Tabelle 6: Aussage und Umfang einer Abnahmeprüfung festlegen
| Prüfbereich | Vor dem Versuch festlegen | Mit dem Ergebnis dokumentieren |
|---|---|---|
| Maschinenausbringung | Produkt, Einstellungen, Versuchsdauer und Handhabungsbedingungen. | Erreichte Menge, Unterbrechungen und relevante Betriebsbedingungen. |
| Prozess- oder Montagequalität | Zu prüfendes Merkmal und Bewertungsmethode. | Messwerte, Beobachtungen und nicht konforme Muster. |
| Umrüsten und Reinigung | Einbezogene Produkte, Werkzeuge und Vorgehensweise. | Erforderliche Tätigkeiten, Zugangsprobleme und Beobachtungen. |
| Prototypenfunktion | Nachzuweisender Mechanismus oder kombinierte Funktion. | Geprüfte Bedingungen, nachgewiesenes Verhalten und vorgeschlagene Änderungen. |
| Linienschnittstellen | Signale, Übergaben und beteiligte Anlagen. | Abgeschlossene Prüfungen und verbleibende Arbeiten am endgültigen Einsatzort. |
Die Tabelle dient der Planung. Die tatsächlichen Prüfungen und Grenzwerte legt der projektspezifische Abnahmeplan fest.
Aktualisieren Sie bei Kleinserien oder Wiederholfertigung die Konstruktionsunterlagen nach Änderungen am Prototypen. Prüfen Sie Stückliste, Spezifikationen der Zukaufteile, Montagereihenfolge, Prüfpunkte und benötigte Vorrichtungen. Ein wiederholbarer Aufbau erfordert eine gemeinsame Definition des Produkts und seiner zulässigen Varianten.
Wenn Fertigungsunterlagen übergeben werden sollen, muss dies vor Beginn der Entwicklung besprochen werden. Das Paket kann Zeichnungen, Montageinformationen, Lieferantenspezifikationen und Unterstützung bei Pilotaufbauten enthalten. Dateiformate, Nutzungsrechte und der Informationsumfang werden im Projektvertrag vereinbart.
KAPITEL 16Die erforderlichen Informationen für ein aussagekräftiges Angebot bereitstellen
Sie müssen nicht jede Komponente kennen, bevor Sie einen Entwicklungspartner ansprechen. Teilen Sie Ihre vorhandenen Informationen mit und erläutern Sie, bei welcher Entscheidung Sie Unterstützung benötigen. Eine kurze Beschreibung kann die nächste Phase klären; ein verbindlicher Fertigungspreis erfordert einen ausreichend definierten technischen Umfang.
Senden Sie bei Maschinen- oder Automatisierungsanfragen Produktangaben, den bisherigen Ablauf, die gewünschte Ausbringung, den verfügbaren Platz sowie aussagekräftige Fotos oder Videos. Beschreiben Sie bei einem neuen Gerät Verwendungszweck, wesentliche Funktionen, ungefähre Größe und Prototypenziel. Für Fertigung nach Zeichnung benötigen wir vorhandene Modelle und Zeichnungen, Werkstoffe, Mengen, kritische Anforderungen und Liefererwartungen.
Anfrageunterlagen passend zur Projektart vorbereiten
| Projektart | Hilfreiche Angaben für den Einstieg | Dateien oder Muster, sofern vorhanden |
|---|---|---|
| Sondermaschine oder Automation | Produkt, bisheriger Ablauf, Zielausbringung, Platz und Medienversorgung. | Prozessvideo, repräsentative Muster, Produktzeichnungen und Layout. |
| Neues Gerät oder Produkt | Verwendungszweck, Hauptfunktionen, ungefähre Größe und Prototypenziel. | Skizzen, Referenzprodukte, vorhandener Prototyp und Versuchsbeobachtungen. |
| Fertigung nach Zeichnung | Benötigte Teile oder Baugruppen, Werkstoffe, Mengen und kritische Anforderungen. | 3D-STEP-Modelle, bemaßte 2D-PDF-Zeichnungen, Stückliste und Prüfanforderungen. |
Das erste Gespräch kann mit unvollständigen Informationen beginnen. Ein verbindliches Fertigungsangebot setzt einen ausreichend geklärten Umfang voraus.
Beginnen Sie gegebenenfalls mit nicht vertraulichen Informationen. Vor dem Austausch detaillierter technischer Dateien kann eine Geheimhaltungsvereinbarung besprochen werden. Nennen Sie ein Zielbudget oder einen wichtigen Termin frühzeitig, damit Umfang und mögliche Projektstufen bewertet werden können.
Besprechen Sie Ihr Maschinen- oder Produktprojekt mit QDM. Beschreiben Sie, was hergestellt werden soll, was bereits vorhanden ist und welchen Entwicklungs- oder Fertigungsstand Sie als Nächstes erreichen möchten.
KAPITEL 17Entwicklungs- und Fertigungspartnerschaften in der Türkei
QDM ist offen für Gespräche mit ausländischen Maschinenherstellern, Ingenieurunternehmen, Automatisierungsintegratoren und produktentwickelnden Unternehmen. Eine Zusammenarbeit kann die Fertigung in der Türkei für ein internationales Projekt, die Unterstützung von Anlagen für den türkischen Markt oder ein definiertes Entwicklungspaket innerhalb eines größeren Vertrags betreffen.
Fertigung in der Türkei für ausländische Unternehmen
Mögliche Leistungen umfassen Teile und Baugruppen nach Zeichnung, Prototypenfertigung, Kleinserien, Maschinenmodule und Sonderanlagen. Mechanische Entwicklung, Beschaffungskoordination und Montage können anhand der Anforderungen des Partners besprochen werden. Markenverwendung, Dokumentation, Qualitätsprüfungen und Lieferverantwortlichkeiten werden für die geplante Zusammenarbeit festgelegt.
Technische Zusammenarbeit für den türkischen Markt
Ausländische Anlagenhersteller, die den türkischen Markt erschließen möchten, benötigen möglicherweise eine Anwendungsprüfung, kundenspezifische mechanische Anpassungen oder lokale Integrationsunterstützung. Technische Vertriebskooperation, Montage, Installation und Service können je nach Anlage und Projekt besprochen werden. Eine Vertretungs- oder Vertriebsbeziehung erfordert eine gesonderte kommerzielle Vereinbarung.
Gemeinsame Entwicklungs- und Automatisierungsprojekte
Ein Automatisierungsunternehmen kann mechanische Konstruktion, Vorrichtungen, Handhabungsmodule oder einen koordinierten Maschinenaufbau benötigen. Ein Produktentwickler sucht möglicherweise einen lokalen Entwicklungs- und Prototypenpartner. Bei gemeinsamer Arbeit lassen sich die Verantwortlichkeiten so aufteilen, dass Schnittstellen, Prüfungen und endgültige Ergebnisse klar definiert sind.
Stellen Sie zum Einstieg Ihr Unternehmen, Ihre Märkte und Ihr Anlagen- oder Produktsortiment vor. Erläutern Sie die gewünschte Rolle von QDM und ob es um ein einzelnes Projekt oder eine dauerhafte Zusammenarbeit geht. Kontaktieren Sie QDM zu einer Partnerschaft und kennzeichnen Sie Ihre Nachricht als Kooperationsanfrage.
Häufig gestellte Fragen
Können wir ohne CAD-Dateien oder technische Zeichnungen beginnen?
Ja. Eine Funktionsbeschreibung, Skizzen, Fotos oder ein Prozessvideo unterstützen die erste Prüfung. Vor der Prototypenfertigung oder einem verbindlichen Fertigungsangebot kann Konstruktionsarbeit erforderlich sein, um die Ausführung festzulegen.
Kann ein Projekt nur ein kleines Gerät oder eine einzelne Sondermaschine umfassen?
Ein einzelner Prototyp, Mechanismus, ein Gerät oder eine Maschine kann Gegenstand der Abstimmung sein. Technische Machbarkeit, Komponenten, Fertigungsverfahren und erforderliche Versuche bestimmen den passenden Entwicklungs- und Fertigungsplan.
Können Sie nach einer Konstruktion unseres Entwicklungsteams fertigen?
Wir können bereitgestellte Modelle, Zeichnungen und Fertigungsanforderungen für einen Build-to-Print-Auftrag prüfen. Fehlende Maße, Schnittstellen oder Montageangaben werden vor der Freigabe der betreffenden Arbeiten geklärt.
Lassen sich Roboter, Pneumatik, Hydraulik und elektrische Achsen kombinieren?
Ja. Wenn die Funktionen es erfordern, kann eine Maschine diese Technologien verbinden. Auswahl und Integration richten sich nach Last, Bewegung, Zyklus, Betriebsumgebung und Steuerungskonzept.
Können Sie Lebensmittelmaschinen, Laborgeräte und Montageanlagen entwickeln?
Diese Bereiche können wir besprechen. Prozess, Materialien, Betriebsbedingungen und notwendige Nachweise bestimmen den Umfang. Fachliche Anforderungen an Analytik, Lebensmittelkontakt oder Zielmärkte werden für die Anwendung ermittelt.
Können Sie schlüsselfertige Maschinen liefern?
Ein schlüsselfertiger Umfang kann Konstruktion, Beschaffungskoordination, Fertigung, Montage sowie vereinbarte Integration und Versuche enthalten. Prüfen Sie im Angebot die genauen Leistungen und ob Verpackung, Versand, Installation, Inbetriebnahme und Unterstützung eingeschlossen sind.
Kann nach dem Prototypen die Fertigung fortgesetzt werden?
Ja. Prototypenergebnisse können Konstruktionsänderungen und einen neuen Umfang für Kleinserien oder die Vorbereitung größerer Mengen bestimmen. Wiederholfertigung erfordert definierte Abläufe für Fertigung, Montage und Prüfung.
Kann ein ausländisches Unternehmen mit QDM über eine Partnerschaft sprechen?
Ja. Wir sind offen für Gespräche über Entwicklungskooperation, Fertigung in der Türkei, lokale technische Integration und projektbezogene kommerzielle Zusammenarbeit. Stellen Sie Ihr Unternehmen und die vorgeschlagene Aufgabenverteilung über die Kontaktseite vor.
Was kostet eine Sondermaschine oder ein Funktionsprototyp?
Die Kosten hängen von Arbeitsaufgabe, Produktvarianten, Ausbringung, Maschinengröße, Steuerung und notwendiger Neuentwicklung ab. Entwicklung, erster Aufbau, vereinbarte Versuche und Folgeexemplare haben unterschiedliche Kostenstrukturen. Teilen Sie Anwendung und benötigten Projektstand mit, damit das Angebot Leistungen, Ergebnisse und Preis festlegen kann.
Wie lange dauert ein Sondermaschinen- oder Prototypenprojekt?
Die Lieferzeit wird nach Klärung von Umfang, technischen Unsicherheiten, Prüfphasen und Verfügbarkeit kritischer Komponenten festgelegt. Konstruktionsentscheidungen, Beschaffung, Fertigung, Montage und Versuche beeinflussen den Terminplan. Nennen Sie Ihren Zieltermin früh, damit Projektstufen und Lieferplan vereinbart werden können.
Ist eine Geheimhaltungsvereinbarung möglich und wem gehört die Konstruktion?
Vor der Weitergabe detaillierter technischer Dateien kann eine Geheimhaltungsvereinbarung besprochen werden. Der Projektvertrag regelt die zu liefernden Zeichnungen und Dateien, Eigentum, Fertigungsrechte und zulässige Nutzung. Klären Sie dies vor Entwicklungsbeginn, insbesondere wenn Sie später bei einem anderen Lieferanten fertigen lassen möchten.
Wie können wir das Projekt aus dem Ausland verfolgen?
Zu Projektbeginn lassen sich Arbeitssprache, Berichtsintervall, Entscheidungsbefugnisse und Prüfphasen vereinbaren. Zeichnungsstände, Fortschrittsfotos und Testvideos unterstützen eine gemeinsame Entscheidungsdokumentation. Bei Bedarf können eine Live-Testverbindung oder ein Besuch geplant werden. Legen Sie zuvor fest, welche Bedingungen die Prüfung abdeckt und welche Entscheidungen vor der Umsetzung eine Kundenfreigabe erfordern.
Wie wird der Maschinenversand aus der Türkei geplant?
Die Lieferung erfolgt an dem im Angebot und Projektvertrag benannten Zoll- oder Terminalstandort in der Türkei. Den Weitertransport organisiert der Kunde. Verpackung, Ausfuhrformalitäten und Verladung werden im Angebot hinsichtlich ihrer Verantwortlichkeiten festgelegt. Montage, Installation und Inbetriebnahme am Einsatzort richten sich nach dem Projektvertrag.
Begriffe in diesem Leitfaden
Die Begriffserklärungen dienen der allgemeinen Information. Technischer Leistungsumfang, Lieferort, Prüfungen und Leistungen am Einsatzort werden für jedes Projekt im Angebot und Vertrag festgelegt.
| Begriff | Bedeutung in diesem Leitfaden |
|---|---|
| Fertigung nach Zeichnung / Build-to-Print | Fertigung anhand kundenseitiger Modelle, Zeichnungen und technischer Anforderungen. Fehlende oder widersprüchliche Angaben werden vor Produktionsbeginn geklärt. |
| Schlüsselfertig / Turnkey | Lieferansatz, der die im Angebot definierten Entwicklungs-, Fertigungs-, Integrations- und Versuchsleistungen verbindet. Installation und Unterstützung werden gesondert genannt. |
| Vorrichtung / Fixture | Eine Einrichtung, die ein Werkstück während eines Arbeits- oder Prüfschritts in einer definierten Position hält. |
| Greifer / Gripper | Ein Werkzeug zum Erfassen und Halten eines Werkstücks. Ein Roboter-Endeffektor kann auch schneiden, schrauben oder andere Aufgaben übernehmen; nicht jeder Endeffektor ist ein Greifer. |
| Funktionsprototyp / Functional Prototype | Ein Prototyp zur Prüfung definierter Funktionen und ihres Zusammenwirkens. Die Eignung für die Serienfertigung wird gesondert bewertet. |
| Pilotaufbau / Pilot Build | Eine begrenzte Fertigung zur Bewertung von Konstruktion, Montageverfahren und Fertigungsorganisation. |
| Werksabnahme / Factory Acceptance Test – FAT | Prüfungen am Fertigungs- oder Montageort unter zuvor definierten Bedingungen und anhand vereinbarter Abnahmekriterien. |
| Abnahme am Einsatzort / Site Acceptance Test – SAT | Prüfungen am endgültigen Aufstellort mit einem zuvor festgelegten Umfang, der relevante Standort-Schnittstellen und Betriebsbedingungen einschließt. |
Technische Quellen und weiterführende Informationen
Die Grundlagen zu Linearführungen und Antrieben erläutern die Aufgaben von Führungs- und Antriebselementen in linearen Systemen.
Die EHEDG-Grundsätze zur hygienegerechten Konstruktion behandeln die Gestaltung von Anlagen und Umgebungen für die Lebensmittelherstellung.
Anwendungsspezifische Anlagen finden Sie im QDM-Katalog für Maschinen und Geräte. Folgen Sie von dort der passenden Produkt- oder Leistungsseite für Ihre Anforderung.
